Musikalisch-kulinarische Reise durch Amerika mit dem Musikverein Münster
Am vergangenen Samstag brachte der Musikverein 1914 Münster bei seinem alljährlichen Frühlingskonzert den Zuhörern den Kontinent Amerika näher.
Mit dem Stück „A Day of Hope“ von Fritz Neuböck eröffnete das Jugendorchester unter der Leitung von Mathias Jäger das Konzert und zeigte den Zuhörern eindrucksvoll das Bangen und Hoffen der Amerikaauswanderer des 18. Jahrhunderts auf. Mit dem nachfolgenden Stück „Dakota“ von Jacob de Haan, welches dem gleichnamigen US-Bundesstaaten gewidmet ist, zeigten die jungen Musiker bei verschiedenen Tempi und Rhythmen ihr Können. Die Zuschauer konnten sich ganz ihrer Fantasie hingeben, denn vom Büffeljagen über Kämpfe zwischen Indianern und Cowboys bis hin zu den Weiten der Prärie wurde den Besuchern alles geboten. Mit der sich anschließenden Filmmusik aus „The Rock“ von Hans Zimmer zeigten die 76 jungen Musiker, dass sie sowohl zarte gesangliche Töne als auch monströse Klänge erzeugen können. Im Anschluss folgten weitere bekannte Melodien aus „The Simpsons“ und „Hanna Montana“. Unterstützt wurde das Ganze von den jüngsten des Vereins, die als die Familie Simpson auf der Bühne auftraten und mit ihren typisch gelben Körpern und einzigartiger Kleidung das Publikum zum Lachen brachten. In die Pause verabschiedet sich das Jugendorchester mit „A Day Of Hope“ von Fritz Neuböck. Während der Pause konnte das Publikum Luft schnappen und sich mit Hot Dogs und Burgern verwöhnen lassen.
Mit der klanggewaltigen Symphony No.5, in E Minor „Aus der Neuen Welt“ von Antonin Dvorak leitete das Große Orchester des Vereins den 2. Teil des Konzertes ein. Mit diesem allseits bekannten klassischen Werk brachten die Musiker eindrucksvoll die Vorstellungen Dvoraks von Amerika als Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit viel Trubel, aber auch viel Schönheit zu Gehör. Es folgte ein langsamen Mambo- „Cherry Pink and Apple Blossom White“ oder besser bekannt unter den „Gummibärchen Mambo“. Dieser ist ein populäres Lied aus den 60er Jahren, welches von Louiguy im Jahre 1950 geschrieben wurde. Bei diesen Stück begleitet das Große Orchester den Solo-Trompeter Christopher Danz, welcher die Zuhörer in die frühen 60er der amerikanischen Tanzbars versetzte. Weiter ging es mit dem ‚Watermelon Man‘. Dieses Stück von Herbie Hancock ist eines der populärsten Lieder seines Debütalbums von 1962. Das Stück entstand, als Herbie Hancock sich an seine Jugendzeit zurück erinnerte und an die Rufe des Wassermelonenmannes dachte, welcher seine Runden in den kleineren Straßen und Gassen der Chicagoer Südstadt drehte. Dieser Wassermelonenverkauf wurde von zwei Mitgliedern des Vororchesters dem Zuhörer bildlich vor Augen geführt, so dass auch den Gästen beim Anblick der großen, grünen Melonen das Wasser im Mund zusammenlief.
Als besonderen Gast und Augenweide für das Publikum begrüßte der Musikverein dieses Jahr die Line Dance Gruppe ,,Rainbow Riders Obertshausen“, welche mit einem Medley aus amerikanischen Liedern verschiedenster Stilrichtungen die Stimmung weiter anheizte. Die ursprüngliche Form des Line Dance kommt aus dem Volkstanz und entwickelte sich im 20. Jahrhundert hauptsächlich in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Nach dieser Showeinlage weckten 6 Musiker des Orchesters die Zuhörer mit dem Stück „just a closer walk“ Assoziationen an die unvergleichlichen amerikanischen Marchingbands. Aufgelöst wurde dieser kurze Exkurs durch ein wunderschönes, getragenes Gesamtarrangement. Beim Thema Amerika durfte das Stück „New York, New York“ natürlich auf keinen Fall fehlen. Es wurde von John Harold Kander geschrieben, welcher durch Kompositionen von Musicals bekannt wurde. Highlight dieses Stückes war der singende Moderator Markus Krämer, der Frank Sinatra gleich dieses Stück darbrachte. Mit „Walking on Sunshine“ versetzte das Große Orchester die Besucher in das Jahre 1985. In diesem Jahr schaffte es die Band Katrina & the Waves sich mit diesem Lied wochenlang auf Platz 1 der Charts weltweit zu halten. Dieser Sommerhit lud als Schlussstück die Zuhörer zum Mitwippen und Singen ein. Krönender Abschluss des gelungenen und nahezu ausverkauften Konzertes war die Darbietung von Stücken von Lady Gaga, die gemeinsam vom Jugendorchester und dem großen Orchester dargebracht wurden. |